Foodemys Meinung zu einer ketonischen Lebensweise.

Aktualisiert: 8. Aug.

Einführung in die Keto-Diät

Vereinfacht gesagt ist die Ketose ein Fettstoffwechsel. Normalerweise generiert unser Organismus Energie über Kohlenhydrate bzw. Zucker. In der Medizin bezeichnet man den Stoffwechselzustand bei welchem über die Leber Fettsäuren in Energie umgewandelt werden als Ketylose. Die Leber nutzt die sogenanten Ketonkörper (3-Hydroxbutyrat), um uns mit der Superpower der Ketonkörper zu versorgen. Auch besser bekannt als Ketose bzw. ketogener Stoffwechsel.

Doch ist eine ketogene Lebensweise wirklich für jeden das Richtige?

Wie starte ich eine ketogene Diät?

Einführung in die Keto- Diät: zur Energiegewinnung wird der Fokus auf eine kohlenhydratarme sehr fettreiche Ernährung mit einer ausreichenden Proteinzufuhr gelegt. Um seinen Stoffwechsel darauf vorzubereiten, sollte man seine Ernährung Stück für Stück umstellen. Zu Beginn ist es ratsam, die Proteinzufuhr zu erhöhen, da es dem Körper leichter fällt, aus Proteinen Energie zu gewinnen als aus Fett. Stück für Stück minimiert man seinen täglichen Kohlenhydratkonsum, erhöht die gesunde Fettzufuhr und passt seinen Proteinbedarf an, um die Ketose zu erreichen.


Was ist die Ketose?

Als Ketose bezeichnet man den Stoffwechselzustand, bei dem die Konzentration von sauren Ketonkörpern im Blut über die Normwerte festzustellen ist. Die Ketonkörper werden in der Leber (aus Acetyl-CoA) gebildet und ersetzen die Glucose (Kohlenhydrate) als primäre Energiequelle.

Folgende Lebensmittel spielen eine wichtige Rolle bei einer ketogenen Ernährung:


Die Top Keto Foods :

  • Avocado

  • Cashew / Nüsse

  • Leinöl / Öle

  • Pute

  • Lachs

  • Eier

  • Hülsenfrüchte

  • Greens


Die Wahrheit über die ketogene Diät

Eine ketogene Diät hat viele Vorteile und kann sehr gut funktionieren. Jedoch ist das Team Foodemy der Meinung, dass eine ketogene Lebensweise nicht für jeden geeignet ist.


Ist die Keto-Diät sicher?

Die Hauptlebensmittel einer ketogenen Diät sind sehr fettreich und können durch den Prozess der aus Omega 6-Fettsäuren resultierenden Eicosanoide Entzündungen auf den Schleimhäuten fördern und fordern . Durch eine entzündliche Schleimhaut ist unser Organismus nicht mehr in der Lage, ausreichend Nährstoffe aus dem Speisebrei zu entnehmen, wodurch es zu einem Nährstoffmangel kommen kann.

Viel kritischer zu betrachten ist aber der hohe Konsum der sogenannten Antinährstoffe bei einer ketogenen Ernährung sowie sehr stark säurebildende Lebensmittel.


Was sind Antinährstoffe?

So wie wir Menschen besitzen auch Pflanzen zum Schutz vor Insekten ein Immunsystem. Verschiedene Duft- und Aromastoffe sowie bestimmte Pflanzenbotenstoffe und Säuren dienen ihnen zum einen zum Anlocken von Insekten, um beispielsweise die Blüten zu bestäuben und zum anderen brauchen sie diese Stoffe, um sich vor Angreifern, welche die Knospen und Blätter als Nahrung verwenden, zu verteidigen.


Um das Ganze einmal auf den Punkt zu bringen. Neben Nährstoffen besitzen Pflanzen auch antinutritive Inhaltsstoffe. Diese Bestandteile sind für Menschen und Tier schwach bis stark giftig. Antinutritive Substanzen werden auch als Antinährstoffe bezeichnet, da sie die maximale Verwertung der mit der Nahrung aufgenommenen Nährstoffe einschränken. Zudem können sie Entzündungsprozesse auf unseren Schleimhäuten und dem Magen- und Darmtrakt fördern.

Durch die mangelnde Nährstoffaufnahme, aufgrund der antinutritiven Substanzen, können Mineralstoff- und Vitaminmangelerscheinungen gefördert und begünstigt werden. Zudem unterstützen sie die Verbreitung von Unverträglichkeiten, Allergien sowie Kreuzallergien im Organismus. Auch für Menschen mit Pollen- und Gräserallergien oder einer Mastzellen-Histamin-Sensibilität sollte die Thematik der Antinährstoffe unbedingt individuell betrachtet werden.


Wo sind viele Antinährstoffe enthalten?

  • Cashew / Nüsse

  • Hülsenfrüchte

  • rote Bete

  • Kakao

  • Milchprodukte

  • Soja

  • Tomaten

  • Avocado

"Viele Lebensmittel, die wichtig für den ketonischen Stoffwechsel sind, haben eine hohe Dichte der antinutriven Substanzen und können daher kontraproduktiv auf den Organismus wirken."

Nachteile einer Keto-Diät

Das Erreichen und Durchlaufen der Ketose ist mit einigen Nachteilen verbunden:

  • eine starke Aktivität der Leber setzt eine gesunde Funktionsfähigkeit voraus

  • Übersäuerung des Körpers durch stark säurebildende Lebensmittel

  • zusätzliche Säurelast im Blut durch Ketonkörper

  • durch die Ketsoe ausgelöster säuerlicher Körper- und Mundgeruch

Doch woher weiß ich, ob eine Keto-Diät gesund für mich ist?

Zu aller erst einmal gehe nach deinem Gefühl, wenn du dich vital und fit mit der Umstellung in die Ketose fühlst und keine Probleme hast, kann der ketogene Stoffwechsel durchaus etwas für dich sein und dir definitiv helfen, die lästigen Kilos endlich weg zu bekommen. Wenn du aber unter folgenden Symptomen leidest:

  • Reizdarm

  • Migräne

  • unreine Haut

  • Energielosigkeit

  • tägliche Müdigkeit

(und auch sonst) ist es sehr ratsam, zu Beginn einer Umstellung erst einmal eine Darmanlyse zu machen, um zu verstehen, wie dein Mikrobiom also deine Darmflora aufgestellt ist.

  • was sagt dein Entzündungswert (SlgA)?

  • wie steht es mit deinem Säure- und Basenhaushalt (pH-Wert)?

  • wie sind deine Bakterien aufgestellt?

  • was sagt dein Zonulinwert?

  • wie sieht das aerobe / anerobe Millieu aus?

  • wie ist das Verhältnis der sich von Antinährstoffen ernährenden Bakterien?

  • ...


Funktioniert Keto?

Eine ketogene Diät kann sehr gut funktionieren. Bei einer nachweislichen Dysbalance der oben genanten Parametern, rät das Team foodemy aus gesundheitlichen Gründen jedoch vorerst von einer ketogenen Ernährung ab. Nach Wiederherstellung der Symbiose kann man sich überlegen, ob eine ketogene Ernährung Sinn macht.